Gestern morgen stürmten die Bullen die Wohnungen von Genossinnen in Köln. Grund dafür ist der Vorwurf militant-feministischer Praxis im Rahmen der Abreise der Demo zum Weltfrauentag in Köln. Die Bullen drangen mit Ramme und gezogener Waffe in die Wohnungen ein, diese absurde Drohkulisse wird ihren Zweck nicht erfüllen, für uns heißt es jetzt Solidarität zeigen und weiterkämpfen!
Dieser Staat ist kein Bündnispartner in der Frage der Frauenbefreiung, sondern unser Feind! Es ist notwendig und gerecht, dass wir uns selbstbestimmt verteidigen und gegen ein System kämpfen, dass uns unterdrückt, ausbeutet und verachtet. Die doppelte Ausbeutung der Frau im Kapitalismus, als Profit erwirtschaftende Arbeiterinnen im Beruf und als reproduktive Arbeiterinnen im Privaten, ist systemnotwendig.
Ohne die unbezahlte Arbeit der Frauen im Privaten könnte die gesellschaftliche Arbeitskraft nicht wiederhergestellt werden, sie ist aso zwingend notwendig, um die kapitalistische Wirtschaft am laufen zu halten. Frauen haben also ein besonders dringendes Interesse an der Abschaffung dieses Systems. Die bürgerliche Politik versucht den Feminismus zu kapern und in eine systemkonforme Bahn zu lenken, in denen um Reformen und kulturelle Zugeständnisse gestritten wird, anstatt die Basis der Unterdrückung anzugreifen. Wenn Frauen ihren Feminismus jedoch nicht hierauf beschränken lassen und ihren Kampf selbstbestimmt und konsequent führen, reagiert der Staat mit Repression.
Das zeigt uns: Im Kampf gegen Patriarchat und Kapitalismus können wir uns nicht auf den Staat und seine Handlanger verlassen, sie sind unsere Feinde.
Wir müssen uns also gegenseitig helfen und gemeinsam kämpfen, denn für uns wird es niemand tun. Wir senden solidarische Grüße, viel Liebe und alle Kraft der Welt an die betroffenen Genossinnen. Ihr seid stark, der Staat sieht eure Stärke und er fürchtet sie. Wir stehen an eurer Seite und werden weiter gemeinsam mit euch kämpfen.
Dieser Staat schützt uns nicht, unsere Schwestern schützen uns! Nieder mit Kapital und Patriarchat, Frauen voran zum revolutionären Kampf!
